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"Ein Viertel Wein am Tag ist besser als gar kein Alkohol". Moderater Weingenuss fördert die Gesundheit

Auf solch einen überzeugenden Artikel hat die Weinbranche lange warten müssen. Während die Weltgesundheitsorganisation WHO jede Form von Alkoholkonsum seit Jahren verteufelt, und Herscharen von Konsumenten- insbesondere die junge Generation - dem Glauben schenkt und weitgehend auf Alkohol verzichtet, kritisiert der Internist Johannes Scholl scharf in einem Interview die Aussage der WHO, dass es keinen riskolosen Alkoholkonsum gäbe.

Johannes Scholl ist Facharzt für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Sportmedizin. Nach seinem Studium in Frankfurt und München und Studienaufenthalten in Chile, Großbritannien und der Schweiz und einer Tätigkeit als Internist bei der IASStiftung in Karlsruhe ließ er sich 2001 mit seiner eigenen Praxis „Prevention First“ in Rüdesheim nieder. Diese wurde 2008 zu einem Praxisverbund mit vier eigenen Praxen in Rüdesheim, Frankfurt, München und Berlin sowie angeschlossenen Partner- Praxen. Scholl ist Autor des Buches „Diabetes zurück auf Null“ und Erster Vorsitzender der 2005 gegründeten Deutschen Akademie für Präventivmedizin. Er leitet regelmäßig Veranstaltungen zur ärztlichen Fortbildung, unter anderem an der Universität Mainz.

Der Spezialist argumentiert überzeugend und sachlich korrekt, dass sich Weintrinker in aller Regel auch gesünder ernähren. Besonders ältere Menschen - Männer ab 40 und Frauen ab 50 - profitieren gesundheitlich von moderatem Weingenuss: 10 bis 20g Alkohol (das entspricht 0,25 Liter Wein) am Tag bringen "für Weintrinker ... einen klaren, positiven Effekt. Und der hängt nicht nur mit den Inhaltsstoffen des Weins zusammen, sondern auch mit der Art, wie Wein meistens getrunken wird. Das heißt: regelmäßig und moderat zu den Mahlzeiten. In allen Studien sieht man für Wein in Verbindung mit dem Lebensstil der Konsumenten einen Benefit."

"Wenn ich einen Weintrinker habe, der gern und gut isst und keine Gesundheitsprobleme hat – gibt es irgendeine Studie, die sagt, dieser Mensch wäre gesünder, wenn er abstinent leben würde? Ich sage genau das Gegenteil: Würde er aufhören, Wein zu trinken, könnte sein Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sogar ansteigen."

Wer jedoch zuviel Wein trinkt, erreicht das Gegenteil! Schon ab dem dritten Glas kehrt sich der positive Effekt um und das gesundheitliche Risiko steigt.

Das gesamte Interview finden Sie zum Download hier. (anklicken)